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BAföG

Zuständigkeit

Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal, Amt für Ausbildungsförderung, ist zuständig für die Beratung und Bearbeitung sämtlicher BAföG- und Studienfinanzierungsfragen der Studierenden an

der Bergischen Universität Wuppertal
der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Wuppertal, sowie
der Kirchlichen Hochschule Wuppertal / Bethel.

 

BAföG wird bis auf Weiteres weiter gewährt, wenn die Aufnahme oder Fortsetzung der Ausbildung vorübergehend unmöglich ist, weil Schulen oder Hochschulen geschlossen werden oder der Beginn des Sommersemesters 2020 verschoben wird.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.bmbf.de/de/karliczek-keine-nachteile-beim-bafoeg-wegen-corona-11122.html

Die Bedarfssätze steigen!

- zum Herbst 2019 um 5 %

- zum Herbst 2020 erfolgt eine weitere Steigerung um 2 %

Bei den Eltern wohnendBei den Eltern wohnendNicht bei den Eltern wohnendNicht bei den Eltern wohnend
ab 10/2019 ab 10/2020ab 10/2019ab 10/2020
Grundbedarf474 €483 €744 €752 €
Zuschuss Krankenversicherung, wenn nicht familienversichert84 €84 €84 €84 €
Zuschuss Pflegeversicherung, wenn nicht familienversichert25 €25 €25 €25 €
Gesamtbedarf583 €592 €853 €861 €

 Ein Zuverdienst bis 450 € pro Monat bleibt anrechnungsfrei. 

 

Der Kinderbetreuungszuschuss für eigene Kinder steigt!

auf 140 € (Herbst 2019), dann auf 150 € (Herbst 2020).

 

Der Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag steigt!

auf 84 € (KV) und 25 € (PV).

Für über 30 jährige kann ein Zuschuss für die KV bis zu max. 155 € und für die PV bis max. 34 € gewährt werden.

 

Die Vermögensfreibeträge steigen!

Ausbildungsförderungsleistungen können nur bewilligt werden, wenn der Auszubildende sich nicht z.B. durch eigenes Vermögen selbst finanzieren kann. Vermögen über den gesetzlichen Freibeträgen wird angerechnet.

Vermögensfreibeträge§ 29 BAföG
Auszubildende selbst ab Herbst 2020: 8.200 €
Ehegatten/Lebenspartner ab Herbst 2020: 2.300 €
je Kind ab Herbst 2020: je 2.300 €

 

Die Elternfreibeträge steigen!

Leistungen nach dem BAföG werden in der Regel in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern bewilligt.
Bei der Berechnung des anzurechnenden Einkommens der Eltern werden gesetzliche Freibeträge berücksichtigt, diese steigen
- ab Herbst 2019 um 7 %
- ab Herbst 2020 um 3 %
- ab Herbst 2021 um 6 %

Die Berücksichtigung von Kinderpflege/-betreuungszeiten steigt!

Studienverzögerungen aufgrund von Kinderpflege/ - betreuungszeiten können nunmehr bis zum 14. Lebensjahr des Kindes Berücksichtigung finden.

Was sonst noch:

Die BAföG-Förderungsart „verzinsliches BAföG-Bankdarlehen“ (z.B. Studienabschlusshilfe)) wird durch „zinsloses BAföG-Volldarlehen“ ersetzt. Das bedeutet: Keine Zinsen mehr!

Änderung der Rückzahlungsmodalitäten

Die Hälfte des individuellen BAföG-Förderbetrages ist ein zinsloses Darlehen. Maximal sind 77 Monate à 130 €/mtl. einkommensabhängig zurückzuzahlen, das macht max. 10.010 € Rückzahlungssumme.

 

 

Für deutsche Studierende besteht dem Grunde nach ein Rechtsanspruch auf Förderung nach dem BAföG, unter bestimmten Voraussetzungen aber auch für ausländische Studierende, z. B. Staatsangehörigkeit anderer EU-Staaten, Studierende mit Niederlassungserlaubnis oder bei langjähriger eigener Erwerbstätigkeit oder der eines Elternteils in Deutschland vor Aufnahme des Studiums.

Anspruchsberechtigt ist grundsätzlich, wer bei Beginn des Bachelorstudiums das 30. Lebensjahr bzw. das 35. Lebensjahr bei Aufnahme eines Masterstudiums noch nicht vollendet hat. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein später aufgenommenes Studium noch gefördert werden.

Die Bedarfssätze sind gesetzlich festgelegt.

Bei den Eltern wohnendBei den Eltern wohnendNicht bei den Eltern wohnendNicht bei den Eltern wohnend
ab 10/2019 ab 10/2020ab 10/2019ab 10/2020
Grundbedarf474 €483 €744 €752 €
Zuschuss Krankenversicherung, wenn nicht familienversichert84 €84 €84 €84 €
Zuschuss Pflegeversicherung, wenn nicht familienversichert25 €25 €25 €25 €
Gesamtbedarf583 €592 €853 €861 €

 

Für über 30 jährige kann ein Zuschuss für die KV bis zu max. 155 € und für die PV bis max. 34 € gewährt werden.

Für eigene Kinder, die mit im gemeinsamen Haushalt leben kann bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ein Zuschuss in Höhe von 140 €, ab 10/2020 von 150 € bewilligt werden.


Ein Zuverdienst bis 450 € pro Monat bleibt anrechnungsfrei.

Leistungen nach dem BAföG werden zur Hälfte als Zuschuss, die andere Hälfte als zinsloses Darlehen geleistet. Die Rückzahlung beginnt erst fünf Jahre nach Ende der Regelstudienzeit. Maximal sind 10.000 € zu erstatten.

Ausbildungsförderung wird für die Dauer der Ausbildung, höchstens bis  zum Ende der Regelstudienzeit geleistet.
Ein Anspruch besteht erst ab dem Monat der Antragstellung. Über die Ausbildungsförderung wird in der Regel für einen Bewilligungszeitraum von 2 Semestern entschieden. Soll über diesen Zeitraum hinaus weiter Ausbildungsförderung geleistet werden, ist ein Wiederholungsantrag erforderlich.

Eine lückenlose Weiterleistung der Ausbildungsförderung ist nur dann möglich, wenn der vollständige Folgeantrag mindestens zwei Kalendermonate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums vorliegt. Später gestellte oder unvollständige Anträge können meist nicht ohne Zahlungsunterbrechung bearbeitet werden.

Bei Studienverzögerungen z.B. wegen Auslandsaufenthalt, Krankheit, Tätigkeit in einem Hochschulgremium oder Schwangerschaft sowie Pflege und Erziehung eines Kindes kann Förderung auch über die Förderungshöchstdauer hinaus gewährt werden. Ab dem fünften Fachsemester wird Ausbildungsförderung nur noch nach Vorlage eines Leistungsnachweises geleistet.  


Fachrichtungswechsel

Ein erstmaliger Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund hat in der Regel keine Auswirkungen auf die weitere Förderung. Weitere Fachrichtungswechsel sowie Wechsel in höheren Fachsemestern haben Auswirkung auf die Förderungsart. Lassen Sie sich von Ihrem/Ihrer Sachbearbeiter/in beraten!


Studienabschlussfinanzierung im BAföG

Konnte das Studium nicht bis zum Ende der Regelstudienzeit abgeschlossen werden, kann innerhalb von vier Semestern nach Ende der Förderungshöchstdauer eine vollverzinsliche Studienabschlussförderung nach dem BAföG für längsten zwei Semester bewilligt werden. Zur Antragstellung wird zusätzlich zu  den BAföG-Antragsunterlagen eine durch das Prüfungsamt auszufüllende Bescheinigung benötigt. Das entsprechende Formular ist bei Ihrem/Ihrer Sachbearbeiter/in erhältlich.

BAföG erhalten Sie nur auf schriftlichen Antrag. Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal empfiehlt, in jedem Fall einen Antrag auf Ausbildungsförderung zu stellen. Die erforderlichen Formblätter erhalten Sie bei jedem BAföG-Amt. Im Hochschul-Sozialwerk Wuppertal liegen die benötigten Formulare in Gebäude ME, Ebene 03, aus.

Sie können die amtlichen Antragsformulare auch unter der Adresse

http://www.bafög.de/de/antragstellung-302.php

ausdrucken.

Der Eingang der Unterlagen durch Fax, E-Mail mit eingescannten Dokumenten oder als Kopie ist ausreichend.

Unter www.bafoeg-online.nrw.de kann der Antrag auch online gestellt werden.

Zur Fristwahrung genügt zunächst ein formloser Antrag. Das Datum des Antragseingangs ist wichtig, weil nur ab dem Antragsmonat, nicht aber rückwirkend gezahlt werden kann. Die weiteren  Angaben werden dann auf den amtlichen Formblättern nachgereicht.

 

Um die Antragstellung zu erleichtern haben wir eine Checkliste zusammengestellt.

Mietbescheinigung (79 KB)

BAföG wird zu 50 % als Zuschuss und zu 50% als Darlehen gezahlt.
Die Abwicklung der BAföG-Rückzahlung erfolgt durch das Bundesverwaltungsamt.

Von dort erhalten Sie ca.4-5 Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer einen Darlehensfestsetzungs- und rückforderungsbescheid.
Mehr als 10.000 € des gewährten Darlehens müssen nie zurückgezahlt werden.

Die Info-Broschüre „Darlehensverwaltung und -einzug nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG); Informationen zur Darlehensrückzahlung“ erhalten Sie beim BAföG-Amt.