Trotz Corona: Kopf braucht Dach!

Privatzimmer gesucht – fast wie jedes Jahr

Blickt man auf das kommende Wintersemester, spricht derzeit vieles für die Annahme, dass sich die große Mehrheit der Studierenden wieder auf dem Campus aufhalten wird. Im Unterschied zum Corona-bedingt rein digitalen Sommersemester sollen Lehrveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern dann im Hörsaal stattfinden.

 

Deshalb erwartet das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal zum bevorstehenden Wintersemester wieder fast „normale“ Verhältnisse, was das Interesse an Studentenwohnungen angeht - mit anderen Worten: eine starke Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum.

 

Geschäftsführer Fritz Berger: „Eine gute Nachricht gibt es allerdings, vor allem für Erstsemester: Aufgrund der gerade fertig gestellten 5 neuen Wohnheime gibt es beim Hochschul-Sozialwerk Wuppertal noch einige wenige freie Zimmer.“

 

Insgesamt kann das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal zu diesem Wintersemester 1.217 Uni-nahe und sehr preisgünstige Wohnheimplätze zur Verfügung stellen – 132 mehr als im letzten Jahr. Da im rein digitalen Sommersemester einige Mieter ihre Verträge gekündigt haben, haben vor allem Erstsemester eine größere Chance auf eine erfolgreiche Bewerbung.

 

Mögliche Sorgen, sich in einer Wohngemeinschaft an Covid-19 zu infizieren, sind nach Auffassung des Geschäftsführers des Hochschul-Sozialwerks unbegründet. Berger: „In unseren modernen Wohngemeinschaften hat jeder Bewohner ein eigenes WC und eine eigene Dusche.“

Wer beim Hochschul-Sozialwerk modern, Uni-nah und preiswert wohnen möchte, kann sich hier bewerben:

http://hochschul-sozialwerk-wuppertal.de/wohnen/wohnungssuche.html

 

 Bis zum Semesterstart rechnet das Wuppertaler Studentenwerk insgesamt mit ähnlich vielen Wohnungssuchenden wie in „normalen“ Jahren. „Deshalb appelliere ich an alle privaten Haus- und Wohnungseigentümer, sich mit uns in Verbindung zu setzen, wenn Sie über freien Wohnraum verfügen“, erklärt Fritz Berger.

  

Wie kommen Wohnungssuchende und private Anbieter zusammen?

 Wohnungsanbieter und Wohnungssuchende finden zusammen, wenn sie sich direkt an das Hochschul-Sozialwerk wenden.

Unter http://hochschul-sozialwerk-wuppertal.de/wohnen/privatzimmer.html   können Vermieter ihre Wohnungsangebote einstellen, wohnungssuchende Studenten finden die Angebote unter „Privatzimmervermittlung“.

 

Ob Angebot und Nachfrage tatsächlich aufeinander abgestimmt sind, darum kann sich das Wuppertaler Studentenwerk bei Bedarf auch aktiv kümmern.

Geschäftsführer Fitz Berger: „Wir können Eigentümer beraten, was die Studierenden brauchen. Die Angebote privater Vermieter können von uns begangen und begutachtet werden, um konkret über die Wohnung informiert zu sein. So wissen wir, welche Studenten bei wem am besten Aufnahme finden. Dadurch wurde erreicht, dass die uns angebotenen Privatzimmer schnell und passgenau vermietet wurden.“

 Der Bedarf für diese aktive Vermittlungsarbeit ist da. Es gibt bekanntlich Leerstände im Tal, die durchaus unterschiedliche Bedarfe abdecken können.

Fritz Berger: „Wir wollen weitere Partnerschaften zu privaten Vermietern aufbauen, die von der Vorauswahl bis hin zur Vertragsunterzeichnung im Studentenwerk gehen können. Unser Ziel ist es, das private Wohnangebot, vor allem - aber nicht ausschließlich - für die internationalen Studierenden zu erweitern.“

 
 

Hilfe auf Gegenseitigkeit durch „Wohnen: für Hilfe“

 Das Hochschul-Sozialwerk hat schon vor Jahren das Programm „Wohnen: für Hilfe“ entwickelt.

„Wir gehen davon aus, es gibt in Wuppertal Menschen, die über freien Wohnraum verfügen, sich über Hilfe im Alltag freuen würden - und sich vorstellen können, mit einem jungen Menschen unter einem Dach zu leben. Und es gibt sicher Studierende, die kostengünstig wohnen möchten - und dafür bereit sind, den Wohnraumanbieter im Alltag zu unterstützen“, erklärt der Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal.

Mit dem Konzept „Wohnen: für Hilfe“ hat das Hochschul-Sozialwerk eine Plattform geschaffen, damit beide Seiten zu einander finden.

 

 „Wir beraten individuell und persönlich“

 Da es bei „Wohnen: für Hilfe“ um ein Mietverhältnis der besonderen Art geht, ist auch der Weg dahin ein besonderer. Stephanie Rappenecker, die das Projekt mit großem Engagement betreut, bringt es auf den Punkt: „Da muss auch die Chemie stimmen. Deshalb berate ich beide Seiten sehr individuell und persönlich. In Abstimmung mit den Vermietern machen wir vorher auch Hausbesuche.“

 

 Wie kann die Mithilfe im Alltag aussehen?

 Der/die Studierende kann im Haushalt oder bei der Gartenarbeit helfen, Kinder betreuen, Kinder in die Schule/den Kindergarten begleiten, Haustiere versorgen, kleine Reparaturen und Renovierungsarbeiten vornehmen, bei Problemen rund um den PC helfen, Besorgungen erledigen, Behördengänge begleiten, Fremdsprachen lernen/vermitteln, im Haushalt präsent sein, Gesellschaft leisten oder zu Veranstaltungen begleiten.

Stefanie Rappenecker: „Der Phantasie für individuelle Vereinbarungen sind kaum Grenzen gesetzt. Ausgenommen sind aber - wegen der besonderen Anforderungen - zum Beispiel Pflegeleistungen im engeren Sinne.“

 

Wie sieht das Mietverhältnis konkret aus?

 Das Hochschul-Sozialwerk empfiehlt zwei einfache Modelle:

 1 qm = 1 Stunde Hilfe/pro Monat

Beispiel: Bei 20 qm gemieteten Wohnraum und 10 geleisteten Hilfestunden zahlt der/die Studierende nur noch die Hälfte des normalen Mietpreises.

 50% Miete / 50% Hilfestunden

Beispiel: Der Wohnraum kostet 320 € pro Monat. Der Mieter überweist monatlich 160 € und leistet dafür 16 Stunden pro Monat (d.h. 4 pro Woche) Hilfestunden.

 „Beide Wohnpartner sollten einen rechtsgültigen Mietvertrag auf Grundlage des BGB unterzeichnen. Die Vereinbarung ‚Dienstleistung gegen Miete‘ sollte in einer zusätzlichen schriftlichen Nebenabrede festgelegt werden“, rät Geschäftsführer Fritz Berger.

 Der Vorteil: Hierdurch wird ein rechtlicher Sonderstatus vermieden, und beide Parteien bewegen sich auf dem klar geregeltem Boden des Mietrechts. Sollte die Zusatzvereinbarung von einer Seite gekündigt werden, bleiben die Rechte und Pflichten des Mietvertrages bis auf weiteres dennoch bestehen.

 

 Worin besteht der Service des Hochschul-Sozialwerks?

 Interessenten, seien es Wohnungsuchende oder Vermieter, finden konkrete Informationen zum Programm „Wohnen: für Hilfe“ auf der Website des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal unter: http://hochschul-sozialwerk-wuppertal.de/Wohnen/wfh.

 Bewerbungsformulare für Vermieter oder Studierende stehen zum Download bereit oder können auf Wunsch zugesandt werden (Ansprechpartnerin Stephanie Rappenecker, Tel. 0202 / 430 40 40). Auch bei der Ausarbeitung individueller Vertragsvereinbarungen bietet das Hochschul-Sozialwerk seine Unterstützung an.

Fritz Berger: „Garant für das Gelingen einer solchen Partnerschaft kann das Hochschul-Sozialwerk nicht sein. Bei eventuell entstehenden Konflikten können wir aber vermitteln, wenn die Beteiligten dies möchten.“

 Angebote oder Anfragen interessierter Vermieter nimmt das Hochschul-Sozialwerk gerne unter wohnen(at)hsw.uni-wuppertal.de oder Tel. 0202 / 430 40 40 (Frau Rappenecker) entgegen.

 
 

 

 

Foto:

Berenika Oblonczyk c/o Hochschul-Sozialwerk