In guter Hand...

sind die Geschicke des Hochschul-Sozialwerks seit mehr als 100 Semestern …

In der Westdeutschen Zeitung vom 14.07.2017 schrieb Michael Bosse folgenden Artikel:

 

„So ein Regierungswechsel bietet sich gut für einen rhetorischen Kunstgriff an – das dachte sich offenbar Uni-Rektor Lambert T. Koch, als er am Mittwochabend drei langjährige haupt- und ehrenamtliche Vertreter des Hochschul-Sozialwerkes (HSW) würdigte. Er habe einen Erlass der neuen Landesregierung erhalten, dass die Spitzen des Hochschul-Sozialwerkes aufzulösen und neu zu besetzen seien, flunkerte der oberste Vertreter der Uni etwas. Deshalb wolle er nun die Feier im Bergischen Zimmer der Uni zum Anlass nehmen, um im Rahmen eines „vereinfachten Bestellungsverfahrens“ die Spitzenposten des HSW per öffentliche Akklamation – sprich Applaus – von den Besuchern bestätigen zu lassen.

Mit 17 Jahren im Amt ist Scholz der dienstälteste Verwaltungsratschef

Spätestens an diesem Punkt erkannte wohl jeder der Anwesenden, wen der Uni-Rektor für die Posten „vorschlug“. Eben jene drei Vertreter des HSW, die seit Jahren beziehungsweise Jahrzehnten die Geschicke des Wuppertaler Studierendenwerkes leiten - und deren Ämter auch von der neuen Landesregierung natürlich nicht in Frage gestellt werden: Der Geschäftsführer Fritz Berger wurde für „60 Semester“ an der Spitze des HSW gewürdigt, Ulla Sparrer erhielt Glückwünsche für 25 Jahre Leitung der Abteilung Allgemeine Verwaltung beim HSW und Gerd Scholz wurde für seine im Jahr 2000 übernommene Arbeit als Vorsitzender des Verwaltungsrates gedankt.

Außer Uni-Rektor Koch war auch der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes, Achim Meyer auf der Heyde, gekommen, um den Verantwortlichen des Wuppertaler Hochschul-Sozialwerkes zu danken. Zudem übergab er Scholz die Ehrenmedaille des Deutschen Studentenwerkes, die sozusagen „das Bundesverdienstkreuz der Studentenwerke“ sei, erklärte Meyer auf der Heyde. Mit 17 Jahren im Amt sei Scholz der dienstälteste Verwaltungsratschef eines Studentenwerkes. Dass er seinen Posten dabei ehrenamtlich innehat und sich zum Wohle der Studenten und der Uni einbringe, zeige sein „herausragendes zivilgesellschaftliche Engagement“, erklärte der Generalsekretär. Rektor Koch lobte unter anderem das Durchsetzungsvermögen von Gerd Scholz sowie seinen Einsatz im Stadtrat für die Ansiedlung der Uni in Wuppertal.

Als „echt Jubilarin“ wurde an dem Abend Ulla Sparrer gewürdigt, arbeitet sie doch seit einem Vierteljahrhundert für das Studierendenwerk. Die gelernte Diplom-Ökonomin sei eine der „prägenden Gestalten“ des Wuppertaler HSW, sagte Meyer auf der Heyde. Rektor Koch bezeichnete die Abteilungsleiterin als „ideale Finanzministerin“. Sie sei eine vorbildliche „Beauftragte für das Beauftragtenwesen“ und die optimale Ergänzung zu ihrem Chef Fritz Berger.

Berger war denn auch der dritte im Bunde der zu Ehrenden. Der gelernte Jurist, der 1987 die Leitung des HSW übernahm, sei ein „interessierter Generalist“, der seine Arbeit mit „hoher Motivation“ und viel „Empathievermögen“ versehe, betonte Rektor Koch. Dabei gelte für den gebürtigen Rheinländer der Satz Goethes: „Ein Problem zu lösen heißt, sich vom Problem zu lösen.“ Achim Meyer auf der Heyde lobte unter anderem die „beeindruckende geistige Freiheit“, die Berger bei der Arbeit an den Tag lege. Der Geschäftsführer verbinde juristischen Sachverstand mit Eloquenz, Authentizität und Belesenheit und zeige dabei ein durchaus dandyhaftes Auftreten. Das seien Eigenschaften, die von einem „Volljuristen“ nicht unbedingt immer zu erwarten seien.“