Was tun, wenn das Geld ausgeht?
Daka – das geht noch, wenn nichts mehr geht Das Studiendarlehen der Studentenwerke mit neuen Vergabebedingungen

Manchmal möchte man heulen. „Wie soll es nur weitergehen mit der Finanzierung meines Studiums?“

Eines sollten Sie in dieser vertrackten Situation auf keinen Fall machen: einfach zur nächsten Bank laufen und sich einen überteuerten Kredit andrehen lassen. Besser ist es, erst einmal „kühlen Kopf zu bewahren“ und sich in der Bafög-Abteilung des Studentenwerks sachkundig beraten lassen.

Damit das Studium nicht aus finanziellen Gründen oder wegen übermäßiger Nebentätigkeiten gefährdet wird, gibt es die „Darlehenskasse der Studentenwerke im Land Nordrhein-Westfalen e.V. (Daka)“ www.daka-darlehen.de.

Die Daka hat, als gemeinnützige Selbsthilfeeinrichtung der NRW-Studentenwerke, die Aufgabe, bedürftige Studierende durch die Bereitstellung von Darlehen wirkungsvoll und unbürokratisch zu unterstützen.

Um auch Studierenden in den konsekutiven Bachelor- und Masterstudiengängen möglichst unbürokratisch mit Darlehen helfen zu können, bietet die Daka nun Studiendarlehen bis zu einer Höhe von 9.000 Euro an. Die monatliche Auszahlungsrate kann bis zu 1.000 Euro betragen. Es können maximal die letzten 18 Monate vor Beendigung des Studiums gefördert werden. Im Rahmen der Höchstförderung ist bei Bedarf auch eine Aufteilung auf den Bachelor- und den anschließenden Masterstudiengang möglich.

Das Daka-Darlehen ist zinslos, eine in der Kreditwirtschaft seltene Ausnahme. Zur Deckung der Eigenkosten der Darlehenskasse werden bei Auszahlung der letzten Förderrate lediglich einmalig 5 % der Darlehenssumme einbehalten. Als Sicherheit dient eine selbstschuldnerische Bürgschaft.

Dass die Daka der Studentenwerke eine seriöse Sache ist, bestätigen zum wiederholten Male der „Studienkredittest des CHE“ sowie die Zeitschrift „Finanztest“: „Die Studienabschlussdarlehen sind zinslos und trotz Verwaltungsgebühren unschlagbar günstig“. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.hochschul-sozialwerk-wuppertal.de.

Sie sind in der Abschlussphase Ihres Studiums und müssen die letzten Hürden auf einem langen Weg nehmen. Das Studium war spannend, interessant, manchmal auch frustrierend und mühsam, jedoch insgesamt erfolgreich. Es fehlt nur (!) noch der Abschluss. Soll der an Geldmangel scheitern?

Vielleicht ist BAföG oder ein Stipendium ausgelaufen. Ersparnisse sind verbraucht.

Familiäre Hilfe ist nicht möglich, keine Zeit mehr für einen Nebenjob. In den nächsten Monaten droht ein finanzieller Engpass.

Es gibt viele Hilfsmöglichkeiten in dieser Situation. Verschaffen Sie sich einen Überblick!
Fragen Sie bei Ihrem Studierendenwerk unter dem Stichwort "Studiumabschlusshilfe" und/oder bemühen Sie sich bei anderen geeigneten Stiftungen.

Seit vielen Jahren hilft die E.W. Kuhlmann-Stiftung (www.kuhlmann-stiftung-hamburg.de) in schwierigen Situationen.

Die Stifter betrachten ihre Hilfe nicht als Almosen, sondern als Geschenk. Es ist ein soziales Investment, Hilfe zur Selbsthilfe für eine erfolgreiche Zukunft.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln soll möglichst vielen Menschen geholfen werden: deshalb beträgt der maximale Förderbetrag 2.000 €.

Die "Mikrokredit-Studienhilfe der E.W. Kuhlmann-Stiftung" wird als zinsloses Darlehen für fünf Jahre gewährt. Die Rückzahlung soll spätestens im fünften Jahr erfolgen. Im sechsten Jahr würden Zinsen in der äquivalenten Höhe der jeweiligen Hausbank fällig.

Die rückgezahlten Beträge werden für neue Mikrokredite verwendet.

Das renommierte CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), Gütersloh, testet u.a. seit vielen Jahren die Qualität von Studienkrediten. Unsere Mikrokredit-Studienhilfe wurde erstmals 2011 bewertet, schnitt sogleich mit "sehr gut" ab und wurde mit einem Dreisterne-Siegel ausgezeichnet.
Die neuesten, gleich guten Ergebnisse des CHE-Studienkredittest 2012 wurden am 08. Juni 2012 in der FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND veröffentlicht.

Bis bald

Fritz Berger, Geschäftsführer, Hochschul-Sozialwerk Wuppertal, berger(at)hsw.uni-wuppertal.de